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Dillishausen

  • Dorfstraße in Dillishausen

Dillishausen liegt 2,5 km nördlich von Buchloe an der Staatsstraße 2035 und zählt 390 Einwohner . Seit der Gebietsreform 1978 gehört Dillishausen zu Lamerdingen.

Dillishausen dürfte als Tochtersiedlung von Buchloe zu betrachten sein. Entstanden aus der Urmark Wiedergeltingen teilt es seit frühester Zeit die Geschicke und die Geschichte mit Buchloe. Die ersten Siedler waren sechs an der Zahl. Es herrschten die Herren von Tullis in der Burg nahe der Eschenlohmühle. „Häuser der Tullis“ (Tullishusen, Tullishausen) ab dem 15. Jahrhundert meist Dillishausen. Wie Buchloe war Dillishausen zunächst welfischer, dann staufischer Besitz. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1299 beim Verkauf der Orte Dillishausen, Buchloe und Lindenberg des Heinrich von Kemnat an das Kloster Stams in Tirol. Dieses Kloster verkaufte bzw. tauschte im Jahre 1311 diese Orte, mit allen Rechten und den dazugehörigen Kirchenpatronaten, an das Hochstift Augsburg. Einen Hof besaß das Kloster Rottenbuch, zwei Höfe gehörten St. Katharina und ein Hof St. Moritz nach Augsburg.

Mit Buchloe teilte Dillishausen, am 20. September 1796, das Schicksal einer zehnstündigen Plünderung und Brandschatzung durch die französischen Truppen des Generals „Abatucci".

Im Koalitionskrieg von 1800 drohte dem Ort sogar die völlige Vernichtung durch Feuer auf Befehl des Generals „Guidin“, nachdem am 2. Juni zwei erschossene französische Soldaten nahe dem Lamerdinger Holz aufgefunden wurden. Auf Fürsprache des örtlichen Pfarrers Franz Thaddäus Mößl, der sich für die Unschuld der Dillishauser Bürger verbürgte, ließ der General Milde walten.

Nach dem Bau der Eisenbahn 1847, gab es 1853, 1857 und 1859 drei verheerende Brände, jeweils verursacht durch Funkenflug der Eisenbahn, bei denen insgesamt 29 Sölden und Höfe abbrannten. Aus dem ursprünglichen rund um die Kirche gruppierten Haufendorf entstand ein Reihendorf.

Die Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ wurde 1629 neu erbaut. Die Ausschmückung und Barockisierung fand in den Jahren 1684 sowie 1766 statt. Die prächtigen Deckengemälde stammen von dem Augsburger Maler Joseph Mages. Die Stuckarbeiten von Josef Finsterwalder aus Wessobrunn. Der Unterbau des 1873 neu erbauten Kirchturmes stammt noch aus dem Mittelalter. Von den drei Glocken trägt die älteste die Jahreszahl 1586, sie ist also älter als die heutige Kirche. Mit Martin Schwinkrist wird 1377 der erste Pfarrer erwähnt. Die letzte Außenrenovierung fand in den Jahren 2003/2004 statt.

Genannt werden sollte auch die 1692 erbaute und in den Jahren 2000 und 2013 renovierte  St. Vituskapelle, sowie die im Jahre 1912 erbaute und 2013 im Rahmen der Dorferneuerung versetzte Primizkapelle von H. H. Peter Gebler in der Mitte des Ortes.

Zu Dillishausen gehört auch die Eschenlohmühle, 1,5 km westlich des Ortes. Als Schlossberg mit Burgstall bezeichnet (um 1100 abgebrannt und nicht mehr aufgebaut), dürfte es sich hier um den Sitz des Ortsgeschlechtes und die Herrschaftsmühle des Schlossherrn handeln. 1795 bauten die damaligen Besitzer Rosina und Johann Natterer die „Hl. Kreuzkapelle“. Heute ist die Eschenlohmühle ein großer landwirtschaftlicher Betrieb mit Reithallen und geplantem Reittherapiezentrum.

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